Master Class bei Falstaff

Die Falstaff Rotweingala 2018 war begleitet von einem Rotweindinner im Schlosshotel Velden. Davor gab es eine Masterclass für Rotweininteressierte, wo die Weine verschiedener Jahrgänge miteinander verglichen und besprochen wurden …

 

 

Nach meiner Topplatzierung letztes Jahr als 3. Falstaffsieger mit dem BF Leithen 2015, wählte ich auch diesen Wein, neben  den Jahrgängen 2010  und 2014 aus.

Der Blaufränkische des Jahrgangs 2010 hatte ein schwieriges Jahr mit viel Regen. Da hieß es viel auslesen, also die Trauben schon während des Jahres reduzieren. Dazu wurde dann noch bei der Lese selbst stark selektiert, teilweise sogar einzelne Stöcke markiert. Das Ergebnis wurde durch diese Maßnahmen dann doch elegant, vielschichtig und hat eine gute Zukunft.

Im Vergleich dazu der Jahrgang 2014. Das Jahr war eigentlich sehr ähnlich. Im Grunde noch schwieriger vom Klima, mit hohen Niederschläge Anfang September. Das führte zu starkem Pilzbefall bei fast allen Sorten. Nur der BF kam mit dem Regen halbwegs zurecht. Ähnliche Maßnahmen wie 2010 führten zu einem fruchtig ausbalancierten Wein, der die Falstaff-„Master“ überraschte. Die starke Selektion aber führte zu einem niedrigen Ertrag. Glücklich also wer ein paar Flaschen ergattern konnte.

2015 war dann ein Traumjahr aus Winzersicht. Wirklich perfekt! Mit sehr viel Sonne und perfekter Niederschlagsaufteilung war die Lesegradation mit knapp 21° ungewöhnlich hoch. Und trotzdem konnten die Beeren eine tolle Säure und vielschichtige Aromen entwickeln. Die tiefe, reife Frucht reicht von Veilchen bis Brombeeren. Dieser Jahrgang hat definitiv eine sehr große Zukunft.

Mit unserem Blaufränkisch Ried LEITEN 2016 erreichten wir tolle 93 Punkte. Es waren also nur 12 Weine in dieser Kategorie besser als unserer.  Man darf sich nicht der Illusion hingeben, immer am Podest zu stehen. Zuviel Kriterien spielen da zusammen. So ist allein schon die Kostreihenfolge ein nicht zu beeinflussender Teil. Welcher Wein wir vor und welcher nach deinem verkostet? Wo liegt der Trend, wie sieht es mit den Temperaturen aus und vor allem auch wann wird dein Wein verkostet. All das spielt eine Rolle.

In Summe sind wir aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Immerhin waren – unter mehreren hundert eingereichten BF-Weinen – nur 12 Weine vor uns gereiht. Mit 93 Punkten (2015: 96) dürfen wir mehr als zufrieden sein. Und auch die anderen Einreichungen, Sandwühler Merlot 2016 (93 Pkt Höchstbewertung auch beim Sieger), Cuveé Anaconda (91) und Pinot Noir (91) sowie ZW Holzberg (90) schnitten wider im oberen Feld ab.

Generell wurde 2016 etwas niedriger bewertet. 2016 war bei allen etwas schwächer als das 2015ener Jahr bewertet. Das zeigt alleine schon der Sandwühler Merlot, der mit 93 Punkten – gemeinsam mit 7 anderen Winzern – gleichauf mit dem Sieger lag.

Neue Flächen in Kronberg

Bei uns am Weingut gibt es auch einiges Neues. Wir haben 1,5ha in Kronberg dazu bekommen. Eine sehr gute Lage mit älteren Reben in der Lage SONNLEITHEN.  Zum Großteil ist Grüner Veltliner gesetzt, der als neuer Lagenwein geplant ist. Weiters kommen Gelber Muskateller und Merlot aus Kronberg dazu.

Ihr seht, wir sind guter Dinge für 2019 und wünschen euch ein erfolgreiches Jahr!
Niki und Team!

PS: Seit 10. Jänner ist wieder Ausgsteckt!